Sonntag, 14. September 2008

chuseok in daejeon

Dieses Wochenende ist in Korea Chuseok, auch häufig als "koreanisches thanksgiving" bezeichnet. Man hat Montags frei und fährt übers Wochenende zu seiner Familie. Deshalb sind die Autobahnen offenbar überlastet und uns wurde geraten, in Daejeon zu bleiben. (ich bezweifle allerdings, ob das wirklich nötig war). In der Stadt ist aus diesem Anlass auch so gut wie nichts los, die meisten Geschäfte haben dicht. Ohgenau, vom Arbeitgeber gabs auch ein grosszügiges Geschenk, wie untenstehendes Foto bezeugt:

reiche Gaben

Solche Geschenk-Sets wurden in den letzten Tagen an jeder Ecke angeboten, beliebt sind sonst vor allem horrend teure Früchte, getrocknetes Meereszeug und Schnäpse.
Da wir, Fabian&Franz&Ich, letze Woche Fahrräder auftreiben konnten (für um die 50Sfr.), machten wir uns am Samstag mal auf den Weg zum ominösen Daejeon-See, östlich der Stadt. Die Tour wurde ziemlich ausgedehnt (etwa 50 km), unter anderem da der See hinter einer Bergkette liegt, was einiges an Zeit und Kraft kostete. Im See konnte man soweit wir sahen nirgends baden, Koreaner pflegen das offenbar nur im Meer und in Bädern zu tun, doch die Landschaft ist durchwegs sehr hübsch. Allerdings waren unsrige klapprigen Drahtesel wohl weniger das geeignetste Verkehrsmittel, um die hüglige Panoramastrasse entlang des Sees abzufahren, zumal wir auch nie genau wussten, wie weit es noch geht und wieviele Gegensteigungen noch zu erwarten sind.
Die Fahrräder sind wirklich ein Segen, mit Ihnen kommt man hier sehr flott überall hin und man kann mal wirklich ein wenig die Stadt erkunden gehn, was wir heute auch nochmal getan haben. Wie gesagt, als Fussgänger käme man hier nicht weit. Die Wege entlang den zahlreichen Flüssen sind im Normalfall recht gut ausgebaut und man kommt zur Abwechslung mal sehr rasch voran, weil keine Kreuzungen und Autos im Weg sind, quasi die Autobahn fürs Fahrrad.
Morgen fahren wir wahrscheinlich per Bus ans Meer an der Westküste, mal sehen..

Lake Daejeon

der letzte Hügel

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