Mittwoch, 1. Oktober 2008

Seoul & Team Bonding Day

Nun bin ich doch etwas schreibfaul geworden, wie? Aber es gab irgendwie nichts grosses zu erzählen..


Gebäude in Seoul

Die letzten zwei Wochenenden waren wir wiederum zu dritt in Seoul, was nur etwa 2h von Daejeon entfernt liegt (per Bus). Beim ersten Besuch haben wir dort Megumi aus Japan, die ein Praktikum mit IAESTE in Seoul macht, getroffen.
Zu meiner Enttäuschung hat die Stadt meineserachtens nicht viel mehr zu bieten als eine durchschnittliche koreanische Stadt - Seoul ist einfach viel grösser. Zudem gibts einige Palastanlagen, weil hier diverse Herrscher residiert haben, die sind allerdings in meinen Augen wenig beeindruckend - die Koreaner schieben die Verantwortung dafür zwar auf die Japaner (weil die während der Okkupation kein 'öffentliches' Geld für die Erhaltung ausgeben wollten), man hätte die Dinger in meinen Augen aber trotzdem nachträglich besser restaurieren und aufbereiten können. Andere Sehenswürdigkeiten sind Märkte und Museen, zudem soll es an den rechten Plätzen folkloristische Darbietungen geben.
Das Angebot an Clubs und Discos ist dafür vergleichsweise reichhaltig, obwohl das normale Koreaner glaub nicht machen.

Die Palastwache


Letzten Dienstag hingegen hatten wir Team-Bonding Day mit der Arbeitsgruppe. Wir sind am Nachmittag in den nahen Gyeriongsan Nationalpark gefahren und sind auf einen Berg gewandert. Das war ziemlich hübsch.. und lustig, weil meine Co-worker am Anfang losgegangen sind wie junge Gemsen und ich deshalb stets zuhinterst war und sie gar meinten, sie müssten rücksichtsvollerweise schon nach 10 minuten Pause machen. Und natürlich hat sich das Bild dann nach etwa einer halben Stunde steilen Anstiegs gewendet. ;)
Nach der Bergtour von etwa 3h fuhren wir in ein "original Jjimjilbang" (den genauen namen hab ich schon wieder vergessen).

ein Bild für Anja

Jjimjilbangs habe ich bereits erwähnt und dazu noch genauere Ausführungen versprochen, ich finde aber, dass das andere Leute schon super und zu genüge getan haben; hier oder hier. Kurz gesagt handelt es sich dabei um Saunas mit einigen andern Aufenthaltsräumen und Badeanlagen - und wenn man sich den gemischten Bereich (wo die Saunen sind) betritt, erhält man eine kurze Hose und ein T-Shirt zum verschwitzen. Unser "original Jimjilbang" war sehr idyllisch in ein steiles, bewaldetes Tal eingebettet und bestand aus bloss aus einem kleinen Gebäude mit Duschräumen und etwa fünf Ton-Saunas, welche in den Hang gebaut waren (was auch das spezielle Interieur der städtischen Jimjilbangs erklärt). Geheizt wurde ausserdem mit Holzkohle, nicht elektrisch.
Gleich danach gingen wir an dieser Stelle ins hauseigene Restaurant und assen draussen und immer noch im selben Outfit Samgyŏpsal, das wir ebenfalls auf glühenden Holzkohlen zubereiteten. Ähja; Samgyŏpsal-gui ist, was wir anfänglich jeweils als 'korean BBQ' bezeichnet hatten: Im Tisch ist ein Grill integriert auf dem man typischerweise Schweinefleisch grilliert, welches man danach mit Saucen, Chilis, Knoblauch und Gemüsen in ein Salat- oder Riesenpfefferminzblatt wickelt und vertilgt. Das war dann auch sehr lecker und der Soju floss auch angenehm. Herrje! Soju: sowas wie Vodka mit Wasser, etwa 20-prozentig und schmeckt, insbesondere gekühlt, auch so wie Wasser. Aufgrund des Preises von etwa einem SFr. für die Halbliterflasche ist er äusserst populär.. das Bier hier ist überigens auch gar nicht schlecht, wenn auch etwas charakterlos.
Danach gings in Mr. Parks SUV zurück nach Daejeon, der aber seinen Untergebenen fahren liess, und aus oben erwähnten Gründen wars dann auch recht lustig, als er seine Lee Hyori-CD reinwarf. ;)

Hongsŏk, Hyŏnho, Dr. Jeong, Mr. Park, Mr. Ji


2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hui diä Lee Hyori isch ja es rächts chätzli. aber d musig isch wuää. wi häsch diä autofahrt überläbt? *g*

zysset

Efrain Steinbach hat gesagt…

soju? ;)